Edelstein Liste: Citrin

Citrin

Beim Edelstein Citrin handelt es sich um die gelb gefärbte Varietät von Quarz. Schon der Begriff „Citrin“ leitet sich von dem lateinischen Wort „citrus“ ab, was nichts anderes bedeutet als „Zitrone“ – ein direkter Verweis auf die zitronengelbe Färbung dieses Edelsteins. 

Wie bereits gesagt, zeigt ein Citrin in der Regel ein klares leuchtendes Gelb, wobei die Färbung variieren kann von Hellgelb bis Dunkelgelb. Je nach Herkunft des Steins und Ursache der Färbung reicht das Farbspektrum von einem blassen Grüngelb über Orange bis hin zu einem braunorangen Farbton. Auf der Mohs´schen Härteskala hat Citrin die Stärke 7; seine Transparenz ist durchsichtig bis durchscheinend.

Es sollte allerdings beachtet werden, dass es sich bei den meisten im Handel angebotenen Citrinen eigentlich um gebrannte, und deshalb gelborange, Amethyste handelt (werden Amethyste erhitzt, so kann ihre violette Farbe ab 400 Grad Celsius in ein leuchtendes Gelb oder Braunrot umschlagen, manche Exemplare verlieren auch ihre Farbe). Natürlicher gelber Citrin ist ganz ausgesprochen selten. Er zeigt eine blassgelbe Farbe mit einem leichten Pleochroismus (=Mehrfarbigkeit bei Betrachtung aus unterschiedlichen Blickwinkeln). Die Färbung der Quarzvarietät Citrin wird in den meisten Fällen hervorgerufen durch submikroskopische Eisenoxid- oder Eisenhydroxid-Einschlüsse, welche Licht im violetten bis blauen Bereich absorbieren.

Wichtige Vorkommen von natürlichem Citrin gibt es in Argentinien, Brasilien, Birma, Madagaskar, den USA, Spanien, Frankreich und Russland (Ural). Aus Indien und Brasilien sind auch Citrinzonen in Amethysten bekannt.

Generell lassen sich beim Citrin 5 verschiedene Typen unterscheiden – je nach Ursache und Zustandekommen der jeweiligen Farbgebung:

1. Natürliche, eisenhaltige Citrine mit gelber bis orangener Farbe. Es gibt sie als Citrin-Zonen in Amethysten oder auch als Citrin-Sektoren im Ametrin.

2. Gebrannte Amethyste von gelber bis orange-brauner Farbe. Die Farbgebung ist auch hier auf Eisen zurückzuführen.

3. Synthetisch hergestellte, eisenhaltige Quarze. Die gelbe bis braune Färbung dieser hydrothermal gezüchteten Citrine entsteht ebenfalls durch submikroskopische Eisenoxideinschlüsse.

4. Citrin, der durch Bestrahlung von aluminiumhaltigen Quarzen hergestellt wurde. Die gelbe Färbung kann dabei im Labor oder auch natürlich durch 40K-Isotopen sowie Uran und Thorium im umgebenden Gestein entstehen. Hierbei ist nicht Eisen farbgebend, sondern Elektronendefekte an Sauerstoffen.

5. Citrin, der hergestellt wurde durch grünlich-gelbe Bestrahlungsfärbung. Hierbei entsteht die gelbe Färbung durch die Bestrahlung natürlicher Quarze oder durch Tempern von Rauchquarz bei einer Temperatur von 150 bis 250°C. Es ist auch möglich, beide Verfahren zu kombinieren.