Edelstein Liste: Achat

Achat

Die Besonderheit des Edelsteins Achat ist, dass er sich aus unterschiedlich gefärbten Steinschichten sowie aus verschiedenen Varietäten mikrokristalliner Kieselsäure (Chalcedon) zusammensetzt, wodurch ganz besondere streifenartige Zeichnungen und Färbungen entstehen können. Ein Achat ist eine mikrokristalline Varietät des Minerals Quarz, dessen Struktur in den meisten Fällen aus konzentrisch oder unregelmäßig angelegten Schichten besteht – es handelt sich beim Achat also um einen sog- „Lagenstein“ aus der Mineralklasse der Oxide. Die Achate bilden sich als Auskleidung oder Ausfüllung in Gesteinshohlräumen (z.B. Blasenräume in Vulkangestein), wobei vollständige Ausfüllungen als „Mandel“, und unvollständige Ausfüllungen als „Druse“ bezeichnet werden. 

Vom Achat gibt es zahlreiche unterschiedliche Varianten, von transparenten bis hin zu lichtundurchlässigen Exemplaren. Darüber hinaus weist dieser Edelstein eine beeindruckende Farbenvielfalt auf, die von Rot, Braun, Gelb, Orange und Grün bis hin zu Grau, Hellblau, Graublau, Schwarz und Weiß reicht. Auch die die wunderschönen, streifigen Zeichnungen, die sich aufgrund der rhythmischen Kristallisation gebildet haben, weisen eine unendliche Vielzahl von Mustern auf. Tatsächlich gibt es im Handel rund 70 Bezeichnungen für verschiedenste Arten von Achat – z.B. den „Augenachat“ mit konzentrischen Ringen, den „Feuer- oder Flammenachat“ mit wolkenförmigen Bändern, den „Landschaftsachat“ mit Zeichnungen, welche an Landschaftsbilder erinnern, den „Wasserachat“ mit natürlich eingeschlossener Wasserblase etc.

Die bedeutendsten Achat-Lagerstätten befanden sich bis Anfang des 19. Jahrhunderts im Umland von Idar-Oberstein in der Rheinpfalz. Mittlerweile sind diese Vorkommen leider erschöpft. Glücklicherweise gibt es weltweit noch viele weitere Achat-Fundstellen, hauptsächlich in (Süd-) Brasilien, aber z.B. auch in Uruguay, Mexiko, den USA, China, Indien, im Uralgebirge, im Jemen, in Sizilien, der Mongolei und in Afrika (Madagaskar & Botswana). Auch in Europa existieren Vorkommen, vor allem in Deutschland und Tschechien.

Der Achat zeichnet sich durch eine gute Schneid- und Polierbarkeit aus, weshalb er sich gut für eine Weiterverarbeitung zu Schmucksteinen eignet. Häufig werden schön gezeichnete Achate z.B. zu Gemmen, Siegelringen, Armbändern, Rosenkränzen oder zu anderen Gegenständen verarbeitet. Schon die alten Ägypter wussten den Achat ganz besonders zu schätzen. In alter Zeit hieß es, dass Achate gegen Durst, Sturm & Blitz helfen sollten.

Der Name „Achat“ soll zurückgehen auf den, im südwestlichen Sizilien gelegenen, Fluss „Achates“ (heutiger Name Carabi, Drillo oder Canitello), da dort die ersten Vorkommen entdeckt worden sein sollen.